Geothermie

Geothermie

Geothermie heißt  „Erdwärme".

Im weit gefassten Sinn ist damit die in unserem Planeten gespeicherte bzw. von ihm erzeugte Wärmeenergie gemeint. Im engeren Sinn bezeichnet Geothermie die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie und ihre anwendungstechnische Gewinnung bzw. Nutzbarmachung (z.B. für Heizzwecke oder zur Stromerzeugung). Die Wärme speist sich aus dem kontinuierlich fließenden Wärmestrom vom heißen Erdinnern hin zur kalten Erdoberfläche.

Die Firma Karl Lenders gilt als einer der Pioniere im Bereich Geothermie. Bereits in den 80er Jahren errichteten wir in Kooperation mit der RWE erste Geothermieanlagen. Durch die langjährige Expertise und immer wieder neue Erfahrung mit neuen topographischen Gegebenheiten zählen wir uns heute zu den Spezialisten in dieser Branche.
Den Einsatz von Erdsonden, Flächenkollektoren, oder dem Trockenbohrverfahren passen wir an individuelle Voraussetzungen an. Beispielsweise ist das Trockenbohrverfahren mittels einer Hohlbohrschnecke vor allem im Rheinland (Boden aus Sand, Kies) vorzuziehen. Hier sind Flachbohrungen bis ca. 40 Meter möglich und bringen besonders hohe Entzugsleistungen.


Unser Tipp!

Geothermie - Staatliche Förderungen

Das Installieren einer Erdwärmeheizung wird mit Krediten und diversen Zuschüssen staatlich gefördert. Bei einem Neubau können Anlagen bei vielen Banken dank „Energieeffizientem Bauen“ zinsgünstig mitfinanziert werden. Bei einer Sanierung bestehen ebenfalls Möglichkeiten zu einem günstigen Darlehen oder Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. Grundsätzlich gilt dabei die Regelung, dass jede Erdwärmeheizung im Altbau mit 2.400 Euro bezuschusst wird. Wer jedoch eine größere geothermische Anlage installiert, erhält ab zehn Kilowatt Leistung pro zusätzlichem Kilowatt einen weiteren Zuschuss von 120 Euro. Summa summarum können bei einer Erdwärmeheizung mit rund 15 Kilowatt 3.000 Euro Zuschuss winken.

Jedoch gilt es, die technischen Voraussetzungen der Anlage, wie auch sämtliche Antragsmodalitäten von Anfang an zu beachten. Insbesondere der Antrag auf Förderung sollte daher vom Erdwärmeanbieter oder Energieberater gestellt werden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert zusätzlich das private Bauen durch zinsverbilligte Darlehen mit Tilgungszuschüssen. Abhängig vom jeweiligen Projekt sind Gelder in einer Höhe von bis zu 80 Prozent der Bohrkosten möglich.

Wärmequellen

Die nutzbaren Wärmequellen für eine Wärmepumpe sind so unterschiedlich wie vielfältig. Nachstehend informieren wir Sie über die wichtigsten Möglichkeiten.

Erdsonden

Generell benötigen Erdsonden wenig Platz, da sie vertikal ins Erdreich eingebracht werden. Hierfür werden Bohrungen zwischen 30 und 100 m Tiefe erstellt. Mittels Erdsonden und einem Wärmeträgermedium (Sole) wird die Energie entzogen und der Wärmepumpe zur Verfügung gestellt.
Die Funktionsweise eines Flächenkollektors ähnelt der einer Erdsondenanlage, jedoch werden hierzu keine Bohrungen erstellt, sondern die Leitungen beispielsweise im Garten horizontal verlegt.
Beide Varianten eignen sich auch hervorragend für eine Gebäudekühlung.

Brunnenbohrung

Die Nutzung des Grundwassers als Wärmequelle für Wärmepumpen ist ebenfalls sehr weit verbreitet. Realisiert wird dies, indem zwei Brunnen erstellt werden. Aus dem einen wird das Wasser entnommen (Förderbrunnen) und der Wärmepumpe zur Verfügung gestellt. Danach wird das Wasser im zweiten Brunnen (Schluckbrunnen) wieder dem Erdreich zugeführt. Auf Grund der hohen Temperaturen ist diese Wärmequelle als besonders effizient anzusehen, allerdings bei ungünstigen geologischen Gegebenheiten oder Wasserqualitäten nicht überall realisierbar.

sonderformen

Eine Wärmepumpe arbeitet nicht nur mit den klassischen Wärmequellen wie einfachen Erdsonden, Förder- und Schluckbrunnen sowie Luft effizient. Es gibt auch verschiedene Sonderformen, bzw. Variationen.

Eine Besonderheit, die wir Ihnen beispielsweise in Verbindung mit unserem Kooperationspartner, der Firma Karl Lenders Brunnen- und Pumpenbau GmbH anbieten können, ist der sogenannte TwinBrunnen. Der TwinBrunnen ist eine Unterart der klassischen Förder- und Schluckbrunnen und wurde bei der Firma Karl Lenders entwickelt. Für diese Wärmequelle wird lediglich eine einzelne Brunnenbohrung benötigt, wodurch bis zu 40% der Kosten im Vergleich zu einer konventionellen Brunnenanlage gespart werden können. Dieses System eignet sich besonders gut für kleine Wärmepumpenanlagen.
Sie wohnen am See oder einem kleinen Fluss? Auch für diesen Fall können wir Ihnen eine optimale Lösung bieten. Gerade Wasser ist ein sehr guter Wärmeträger und bietet sich an, diese Energie mit einer Wärmepumpe zu nutzen. Am sinnvollsten ist eine Nutzung mittels See- oder Flusskollektor. Auch eine direkte Nutzung ist denkbar, sofern die Wasserqualität dies zulässt.
Bohrungen kommen bei Ihnen nicht in Frage und auch für einen Flächenkollektor fehlt Ihnen der Platz? In diesem Fall können wir Ihnen mit dem Energiezaun eine gute Alternative bieten.
Den möglichen Wärmequellen sind kaum Grenzen gesetzt, so ist es z.B. auch denkbar, die Wärme aus dem Abwasser oder Bohrpfählen, auf denen Ihr Haus gegründet wird, zu entnehmen.
Sprechen Sie uns einfach an und wir erarbeiten gemeinsam die für Sie effektivste Lösung.